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Weniger Geld dennoch beliebt die Frührente

26.Dezember 2011

Rentner  flashpics - Fotolia.com

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Immer mehr Berufstätige in Deutschland entscheiden sich dafür, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen und und nehmen dafür sogar kleinere Altersbezüge in Kauf. Letztes Jahr hat bereits fast jeder zweite diesen Entschluss getroffen. 320.000 haben also Abschläge in Kauf genommen, weil sie nicht bis zum 65. Lebensjahr, der Regelaltersgrenze, arbeiteten. Aus Statistiken der Deutschen Rentenversicherung geht hervor, dass die Rente bei diesen Frührentnern um monatlich 113 Euro geringer ausgefallen ist. Fünf Jahre vorher waren es nur noch 41,2 Prozent, 2000 nur 14,5 Prozent, die in die Frührente gegangen sind.

Gewerkschaften wie Sozialverbände haben die Befürchtung, dass diese Tendenz mit der Einführung der Rente mit 67 vom neuen Jahr an noch weiter zunehmen wird. Dabei hat auch die Höhe der Abschläge im vorigen Jahrzehnt kräftig um knapp 80 Euro auf den aktuellen Wert von 113 Euro zugelegt. Die Vorsitzende des Sozialverbandes VdK Deutschland Ulrike Mascher fürchtet sogar, dass sich mit der langsamen Erhöhung der Renteneintrittsalters auf 67 Jahre die Situation weiter verschärfen könnte. Gegenüber der Medien hat sie gesagt, dass die Gefahr von Altersarmut in Deutschland weiter wachsen wird.

Laut Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), handelt es sich bei der Rente mit 67 um ein reines Rentenkürzungsprogramm, so lange die Beschäftigten kaum eine Chance haben, bis 65 zu arbeiten. Sie fordert zudem, dass Arbeitgeber, die nicht in die Gesundheit ihrer Beschäftigten investieren, an den finanziellen Folgen der Frühverrentung beteiligt werden sollen.

Nach den Statistiken der Rentenversicherung ist die Entwicklung bei den Ruheständlern, die eine Erwerbsminderungsrente beziehen, noch dramatischer: In dieser Gruppe ist der Anteil der Neurentner, denen Geld abgezogen wird, von 39,7 Prozent im Jahr 2001 auf 96,3 Prozent 2010 angestiegen. Das bedeutet, dass letztes Jahr fast jeder der fast 183.000 neu hinzugekommenen Erwerbsminderungs-Rentner Einbußen beim gesetzlichen Ruhegeld verkraften musste. Durchschnittlich erhalten solche Ruheständler 695 Euro im Monat. Die Neu-Rentner unter ihnen bekommen ihr erstes Ruhegeld im durchschnittlichen Alter von 50 Jahren.

Gründe für eine Weiterbildung

14.Oktober 2011

 

© Gina Sanders - Fotolia.com

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Der Arbeitsmarkt hat sich extrem verändert. Es kommt kaum mehr vor, dass jemand – so wie früher üblich – sein Leben lang in dem gleichen Beruf arbeitet. Schon gar nicht ist heute mit längerfristigen Anstellungen in ein und demselben Betrieb zu rechnen. Daher muss man selbst natürlich auch extrem flexibel sein. Das fängt schon beim Arbeitsort an. Wer auf keinen Fall zum Pendler werden will, der hat schlechte Chancen auf dem heutigen Arbeitsmarkt. Und auch das Berufsbild verändert sich immer mehr. Technik spielt in sämtlichen Arbeitsfeldern eine immer größere Rolle – sei es der Ersatz von menschlichen Arbeitern durch Maschinen in einem Eisenwerk oder die elektronische Verarbeitung von Datensätzen in einer Anwaltskanzlei. Es gilt, immer „up to date“ zu bleiben, also zu wissen, was es Neues gibt. Zudem muss man sich mit der neuesten Technik vertraut machen, um mit ihr umgehen zu können.

Dafür sind umfassende Weiterbildungen nötig. Wenn man bereits eine Weile in einem Betrieb angestellt ist, so kann man den Chef höflich um eine Unterstützung in diesem Vorhaben bitten. Der Vorgesetzte sollte es schätzen, wenn sich seine Mitarbeiter aus freien Stücken weiterentwickeln wollen, da es seinem Betrieb zugute kommt. Oftmals finanziert die Firma die Weiterbildung. Manche Betriebe engagieren auch einen Berater, der ihre Mitarbeiter in der neusten Technik schult. Zumindest eine Lohnfortzahlung während der Weiterbildung sollte zumindest genehmigt werden.

Doch nicht nur wer bereits im Berufsleben steckt sollte sich fortbilden. Gerade Menschen, die über einen längeren Zeitraum hinweg arbeitssuchend sind, können sich mithilfe von Weiterbildungen bessere „Marktchancen“ verschaffen. Es gibt von den Jobcentern angebotene Kurse, zum Beispiel zum Thema „Kommunikation“ oder „IT“, die vom Staat finanziert werden. So etwas macht sich im Lebenslauf sehr gut und zeigt, dass man die Zeit der Arbeitslosigkeit sinnvoll genutzt hat.