Der stressige Beruf Lehrer
6.Oktober 2011Es gibt ja nun wahrlich viele verschiedene Arbeitsfelder in denen man tätig werden kann. Viele von ihnen sind auch stressig und sehr anspruchsvoll. Nicht zu vergessen ist dabei der Job des Lehrers. Den ganzen Tag ist man mit Kindern oder Jugendlichen zusammen, soll ihnen oftmals gegen ihren Willen etwas beibringen. Eine gelangweilte Haltung des Schülers gegenüber dem Lehrer stimmt diesem oft schon missmutig. Beruf Lehrer, Foto: adesigna_flickr
Nach einer jahrelangen Befragung verschiedener Lehrer (1.300) im Alter von 24 bis 65 Jahren halten viele Lehrer ihren Beruf für so stressig, dass sie ihn nicht bis zur Rente ausüben können. Nur weniger als die Hälfte der Befragten glaubt, seinen Beruf bis zur Rente ausüben zu können. Unter den Befragten leiden schon viele LehrerInnen unter dem Schulstress.
Vor zehn Jahren wurde bekannt, dass nur sechs Prozent der Lehrer bis zu ihrer Pension mit 65 arbeiten. Seitdem sind sie beliebte Studienobjekte zur Stressforschung. Die anderen Lehrer waren entweder in die Frühpension gegangen oder wurden dienstunfähig geschrieben.
Am meisten belaste sie der Zeitdruck, die fehlenden Erholungspausen und die großen Leistungsunterschiede bei den Schülern. Außerdem gaben 45 Prozent der Lehrer an, dass sie nach der Arbeit schlecht abschalten könnten und weiterhin an die Schwierigkeiten in der Schule denken würden. Jeder dritte sei emotional beansprucht und reagiere schnell gereizt. Diese Symptomatik trete oft bei Lehrern auf, deren Schulleitung weniger mitarbeiterorientiert arbeite.
Die Krankheit des Burn-Outs nimmt immer mehr unter den Lehrkörpern zu. Diese Krankheit zeige sich in emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit. Oftmals sind die Betroffenen dann desillusioniert, depressiv oder aggressiv. Das Burn-Out wird durch Stress ausgelöst, der nicht mehr zu bewältigen ist. Wenn es möglich ist, sollte man also frühzeitig darauf achten, sich auch mal Ruhepausen zu gönnen, bevor es zu spät ist.