© m.schuckart - Fotolia.com

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Dieses Lob scheint einen faden Beigeschmack auf der Zunge zu hinterlassen: Deutschland wird für die Erhöhung des Bafögs im Jahr 2010 gelobt und das von einer amerikanischen, besser gesagt einer kanadischen Studie, der “Higher Education Strategy Associates”. Hierzulande hört man von den Studierenden dagegen immer nur ein leises Murren, wenn sie auf die Studienbedingungen im Lande angesprochen werden. Doch darum geht es nicht. Es geht um eine Voraussetzung, um das, was die Welt regiert: das Geld. Denn auf dem gesamten Planeten erhöhen sich die Studiengebühren. Oftmals können sich nur noch Jugendliche aus gutem Hause ein Studium leisten. 

Im letzten Jahr gingen Zehntausende Studenten in vielen Ländern auf die Straße: in den USA, in Kanada und nicht zuletzt in Großbritanien. In allen Ländern erhöhte man die Voraussetzungen für ein Studium: Damit sind die Gebühren gemeint, die scheinbar teilweise die einzige Vorraussetzung sind und das setzt ein gut-gefülltes Konto voraus. Doch nicht nur die anglo-amerikanischen Länder erhöhten die Gebühren. Auch Brasilien, Chile, Südafrika, Japan, Italien, Südkorea und die Niederlande mussten ihre Etats für den Universitätssektor herunterschrauben. In vielen Länder haben sich dadurch eben die Studiengebühren erhöht. Die Folgen dieser extremen Erhöhung der Preise für Bildung wird man in diesen Ländern erst in ein paar Jahren sehen. Denn dadurch, dass es auch weniger Stipendien gibt, können eben nur noch die Reichen an die Unis gehen. Das hätte ein Wegfall der Mittelschicht zur Folge. Und diese ist bekanntermaßen eigentlich immer der größte Motor eines Landes.

In den meisten EU-Ländern, wie auch in Deutschland, verfolgt man allerdings die Auffassung, dass die Lehre verbessert werden soll, weil der internationale Wettberwerb zulege. Neben Deutschland wurden auch Schweden und Frankreich für seine Subvention in der Bildung gelobt. Immerhin ein Lichblick im internationalen Kampf junger Menschen um Bildung.